Alan Rickman (1946-2016)

Alan Rickman (1946-2016)

Hektisch blickt er über die Ladentheke, wirft dem Mann dahinter einen auffordernd verzweifelten Blick zu, doch dieser will seine Mimik (und Gestik) überhaupt nicht verstehen. Dann fällt er – und zwar in die Tiefe. Hinter ihm ein ewiger Abgrund und die Kamera folgt jeder Regung seines Gesichts. Außerdem gibt es da jene Szene mit dem Messer an der Kehle. Ein falsches Zucken und alles ist vorbei. Gleichzeitig offenbart sich in diesem Augenblick die unvergleichliche Zärtlichkeit einer rauen Stimme, die anderswo dem depressiven Gemütszustand einer verlorenen Seele Ausdruck verleiht. Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll, so viele Gedanken schwirren in meinem Kopf herum und so wenig sind sie geordnet. Allerdings gibt es einen Gedanken, der immer wieder auftaucht, wenn ich an Alan Rickman denke. Natürlich ist dieser mit der Geschichte eines jungen Zauberers verbunden. Aber das ist überhaupt nicht schlimm, denn ein paar der schönsten Erinnerungen, die ich überhaupt besitze, lassen sich darauf zurückführen.

Und dann steht er in einem der unzähligen Gänge von Hogwarts, blickt den drei Schülern vor ihm ins Gesicht und sagt: „Sonst denkt womöglich noch jemand, ihr brütet etwas aus.“

Always.

Harry Potter © Warner Bros.

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
Matthias

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