Black Mirror – Season 3, Episode 2 – Recap

Black Mirror - Season 3, Episode 2 - Recap

Nachdem Black Mirror mit Nosedive ein starkes Comeback hingelegt hatet, enttäuschte Playtest, die zweite Episode der dritten Staffel, leider etwas. Zwar hält hier Dan Trachtenberg, der zuvor den ausgezeichneten 10 Cloverfield Lane inszeniert hatte, die inszenatorischen Zügel in Händen. Dennoch schafft es die Episode nie über ein gewisses Maß an Routine hinaus. Das ist wirklich schade, tut aber auch nicht weh. Auf moviepilot: Black Mirror – Staffel 3, Episode 2 im Recap

[…] Auf eine kleine Spinne folgen unheimliche Veränderungen in einem Gemälde und plötzlich steht ein Mann mit Hut und schwarzem Mantel im Raum, der Cooper regungslos anstarrt und dem einem Bully aus der Schulzeit gleicht. Von Minute zu Minute steigern sich die rätselhaften bis angsteinflößenden Vorkommnisse, bevor gleich mehrere Twists aus dem Hinterhalt überraschen. Was, wenn Cooper Opfer einer größeren Verschwörung der Videospielindustrie geworden ist? Was, wenn Cooper im Begriff ist, seinen Verstand zu verlieren? Und was, wenn er nicht mehr zwischen Realität und Vorstellung unterscheiden kann? Ab einem gewissen Punkt können weder Cooper noch wir Zuschauer uns sicher sein, in welcher Wirklichkeitsebene sich das Narrativ bewegt, ganz zu schweigen davon, dass Cooper mit seiner größten Furcht, die Begegnung mit seiner Mutter, durch verzweifelte Anrufe konfrontiert wird.

„Oh, Mama liked the roses“, singt Elvis Presley am Ende der Episode, die sich in ihren finalen Minuten gleich drei Mal überschlägt und mit einer unangenehmen Note mit bitterem Nachgeschmack endet. Obgleich die Geschichte in der Beziehung von Cooper und seiner Mutter sowie dem damit verbundenen Schmerz emotional verankert ist, funktioniert die Ausführung nur bedingt. Playtest ist durchaus spannend und weckt Neugier. Auf metaphorischer Ebene steht das 2. Kapitel der 3. Staffel allerdings zwischen zu vielen Stühlen. Ein bissiger Kommentar auf Videospiele und Industrie? Ein Spukhaus-Horror im Black Mirror-Universum? Oder doch ein komplexes Drama über die unergründlich abgründige Psychologie eines jungen Mannes, der sich in einer Spirale des Leidens wiederfindet, wo er genauso viel Leid erfährt, wie er (indirekt) anderen Menschen in seinem Umfeld zufügt? „Make a note of that“, gibt Katie nach dem gescheiterten Experiment zu Protokoll. Sehr viel mehr macht Playtest bei all diesen Thematiken leider auch nicht.

Was bisher geschah:

Black Mirror – Season 3, Episode 1: Nosedive

Black Mirror © Netflix

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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