Bull – Season 1, Episode 1 – Recap

Bull - Season 1, Episode 1 - Recap

Seit letztem Jahr gehört Michael Weathelry nicht mehr zum Main-Cast des Dauerbrenners NCIS. Dafür hat sich der US-amerikanische Schauspieler eine neue Serie auf CBS geschnappt, namentlich Bull. Seit wenigen Tagen hat das neue Format, das vom früheren Leben des Psychologen und Fernsehmoderators Dr. Phil McGraw inspiriert wurde, auch nach Deutschland geschafft. 13th Street zeigt die erste Staffel jeden Mittwoch in Doppelfolgen. Allerdings kann ich nur davon abraten. Ich haben schon lange keine dermaßen abstoßende Network-Serie gesehen, die dermaßen selbstverliebt in ihren Protagonisten ist, dass ihre herablassende Haltung gegen allen anderen Figuren einfach nur eklig ist. Auf moviepilot habe ich versucht, etwas umfangreicher und etwas ausgeglichener meinen ersten Eindruck in Worte zu fassen: Bull – Pilot-Check zur Dramaserie mit Michael Weatherly

[…] Zwar existiert in Bull ein aufklärendes Vieraugengespräch zwischen dem titelgebenden Psychologen und dem Opfer, das zum Täter verklärt wurde. Das Drehbuch entdeckt in dieser Unterhaltung allerdings keinen emotionalen Wert, sondern bloß eine Steilvorlage, um den brillanten Durchblick des Protagonisten einmal mehr zu offenbaren. Auf einmal fühlen sich all die stylischen Oberflächen in modernen Bürogebäuden nur noch kühl und steril an. Es ist beinahe ein bisschen irritierend, dass Bull als Serie auf der einen Seite vorgibt, so viel über Menschen und ihre Verhaltensweisen zu wissen, wo auf der anderen Seite jegliches Einfühlungsvermögen fehlt. Ab einem gewissen Zeitpunkt sind all die Menschen, die mitunter direkt von der Straße aufgegriffen werden, verblassende Silhouetten, die gigantische Bildschirme füllen und zur nichtssagenden Komplettierung eines Diagramms dienen.

Bull © CBS

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
Matthias

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