Designated Survivor – Season 1, Episode 1 – Recap

Designated Survivor - Season 1, Episode 1 - Recap

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, mir Designated Survivor, die neue ABC-Serie mit Kiefer Sutherland, anzuschauen. Aufgrund einer Verstrickung unglücklicher (?) Ereignisse ist es nun doch passiert und ich bereue keine einzige Sekunde, die ich in die Pilot-Episode investiert habe. Als der Polit-Thriller im Rahmend er Upfronts 2016 angekündigt wurde, war meine Begeisterung alles andere als gigantisch. Tatsächlich muss ich absolutes Desinteresse gestehen – ich habe nicht einmal den Trailer gesehen. Nun sitze ich hier und denke allerdings schon seit zwei Tagen über die ersten 45 Minuten nach, denn hinter dieser Network-Serie verbergen sich wirklich einige spannende Dinge, selbst wenn sie meilenweit davon entfernt ist, perfekt zu sein. Ein paar Gedanken dazu habe ich auf moviepilot festgehalten: Designated Survivor – Polit-Serie mit Kiefer Sutherland im Pilot-Check

[…] Tom ist ein Familienmensch, dessen politische Gesinnung nie genau definiert wird und trotzdem ist nach wenigen Minuten klar, auf welcher Seite er steht, für welche Werte er sich einsetzt. Wenn er mit bequemem Pullover einem hochdekorierten General gegenübertritt, mag Tom natürlich einen unbeholfenen Eindruck machen. Auch der bisherige Verlauf seiner Karriere spricht nicht für den starken Anführer, den die Nation gerade so dringend braucht. Doch Tom ist nicht dumm und nimmt sämtliche Informationen um sich herum auf, sodass er spätestens im letzten Akt der Pilot-Episode im Weißen Haus den Ton angeben kann. Zwar mag der neue Präsident der Vereinigten Staaten kein Jack Bauer sein, was den voreiligen Gebrauch von Waffen aller Couleur angeht. Trotzdem ist Tom ein Mann, der an sein Vaterland glaubt und ebenfalls der Überzeugung ist, dass jemand in den sauren Apfel beißen muss, wenn es sonst niemand tut. Ob Designated Survivor patriotisch ist? Keine Frage.

Dennoch verbirgt sich in David Gugenheims West-Wing-Vision eine andere Komponente, die gleichermaßen unerwartet wie unverbraucht daherkommt: In einer Zeit, in der sich Donald Trump und Hillary Clinton ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Einzug ins Weiße Haus liefern, zieht Designated Survivor ganz frech einen Schlussstrich, indem alle Mächtigen kurzerhand auf schmerzliche Weise ihres Amtes enthoben werden. Was auf der einen Seite furchtbar erschreckend ist, entpuppt sich auf der anderen als einmalige Chance. Wenngleich Tom anfangs nur mit Müh und Not Herr der Lag wird, so fasst er gegenüber seiner Frau, Alex (Natascha McElhone), einen wichtigen Entschluss: Er will nicht so werden wie die Anderen. Wer die Anderen sind, darin hält sich Designated Survivor sehr vage, liefert jedoch eindeutige Hinweise, dass sich hinter dem Anschlag keine Terroristengruppe versteckt, sondern Verräter aus den eignen Reihen. […]

Designated Survivor © ABC

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
Matthias


  • Peter Hansen

    Im Abspann der 6. Folge erscheint der Name Catalan und wer ihn spielt, obwohl dieser Name erst in dieser Folge als Hintermann der Anschläge genannt wird. Kann mir das mal einer erklären ?

YOU MAY LIKE