Douglas Slocombe (1913-2016)

Raider of the Lost Ark

Ich kann nicht wirklich behaupten, viele Filme gesehen zu haben, bei denen Douglas Slocombe als Kameramann fungiert hat. Dennoch gibt es drei Werke, die ich kenne – sogar sehr gut. Heute gestern Abend hatte ich mir die Zeit genommen, noch einmal durch Steven Spielbergs Indiana Jones-Trilogie zu gehen und dabei besonders auf Douglas Slocombes Aufnahmen zu achten. auf meinem Tumblr habe ich viele Screenshots festgehalten. An dieser Stelle möchte ich ein paar erwähnen, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind.

So sieht das Abenteuer aus. Die Form, die Pose: Obwohl die Indiana Jones-Filme bei mir nie die Position von Star Wars, The Lord of the Rings und Harry Potter eingenommen haben, waren sie für mich durchaus Vorbild und Inspiration, wie bestimmte Dinge einfach auszusehen hatte und immer noch haben.

Wenn ich an Indiana Jones and the Temple of Doom denke, ist es die Höhle, das Schlauchboot oder am Anfang Indys weißer Smoking. Selten aber dieses düstere Bild, das wie aus einem völlig anderen Film, aus einer völlig anderen Welt wirkt.

Immer wieder merke ich, wie ich einzelne Details unterbewusst und ganz willkürlich, dafür aber umso intensiver aufnehme. Bei Indiana Jones and the Last Crusade gibt es einige dieser Stellen. So zum Beispiel, wenn Indys aus dem Fenster klettert. Ich weiß gar nicht, wie oft ich über diesen merkwürdigen Moment nachgedacht habe.

Räume und wo die Menschen stehen: Vielleicht ist das gerade mein Lieblingsscreenshot, ganz einfach aus dem Grund, weil ich diese Szene nie in solch einem Licht in Erinnerung hatte. Generell ist mir nie aufgefallen, wie toll Douglas Slocombe die Schauspieler und Schauspielerinnen in den filmischen Räumen verteilt. Man hat richtig das Gefühl, die den Kinosaal verlassen und die Szene betreten zu können.

Auch hier war es wieder ein kleines Detail, das mich um den Schlaf gebracht hat. Tausend verschiedene Theorien haben lange Zeit in meinem Kopf existiert, wie man ein solches Bild auf die große Leinwand bringt. Gab es eine durchsichtige Brücke aus Glas? Schwebte Harrison Ford an Fäden? Oder handelte es sich um eine Zeichnung auf dem Boden? Als Kind macht man sich unendlich viele Gedanken über den Trick dahinter. Gleichzeitig sorgt Douglas Slocombe heute noch dafür, dass ich – trotz des Wissens um den Trick – keinen Zweifel daran habe, dass Indy wirklich über eine unsichtbare Brücke läuft und jeden Augenblick in die Tiefe stürzen könnte.

Raiders of the Lost Ark / Indiana Jones and the Temple of Doom / Indiana Jones and the Last Crusade © Paramount Pictures

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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