Fargo – Season 3, Episode 6 – Recap

Fargo - Season 3, Episode 6 - Recap

Letzte Woche legte Fargo einen Gang zu und bewegte sich in eine unfassbar abgründige Richtung. The Lord of No Mercy, die 6. Episode der 3. Staffel, löst nun genau dieses Versprechen ein und führt die einzelnen Figuren zu ihrer nächsten Lage. Abseits davon gibt es wieder Zitate für die Ewigkeit und ein Fest an popkulturellen Referenzen. Außerdem heißt es ab jetzt: Gloria vs Varga – ich bin so gespannt auf die nächsten vier Wochen! Auf moviepilot: Fargo – Staffel 3, Episode 6: Jeder sage, was ihn Wahrheit dünkt

[…] Endgültig hat sich Emmit aber noch nicht dem Parasiten ergeben. In Gegenwart von Gloria Burgle (Carrie Coon) und Winnie Lopez (Olivia Sandoval), die weiterhin unangenehme Fragen stellen, erweist er sich etwa alles andere als kooperativ, was Varga förmlich aus der Reserve lockt. Generell ist dieses Gespräch auf engem Raum eines der absoluten Highlights der Episode, denn hier erweist sich Noah Hawley in seiner Eigenschaft als Drehbuchautor selbst als der titelgebende Lord of No Mercy dieser Episode und gönnt seinen Figuren keine Abkürzungen, um der unbequemen Situation zu entkommen. Nein, hier müssen alle durch – man kann regelrecht hören, wie es in den Köpfen der einzelnen Gesprächsteilnehmer rattert, um sich einen Vorsprung gegenüber der jeweils anderen Partei aufzubauen. Die Eskalation findet vorerst also bloß im Inneren statt. Äußerlich bleibt seitens der Figuren aggressive Förmlichkeit und für uns der Genuss, diese zu verfolgen. „Are we leaving?“ – „Yes you are.“

Emmit nimmt aus dieser brenzligen Begegnung eine wichtige Lektion mit und will den Streit mit seinem Bruder endlich beenden. Obwohl sich dieser eigentlich auf dem Sprung befindet, um mit Nikki die Stadt zu verlassen, treibt es ihn in seine Wohnung zurück, wo es zum packenden Finale zwischen zwei Brüdern kommt, die abseits ihrer Sturheit und ihres Egos gar nicht mehr wissen, warum sie sich eigentlich auf Kriegsfuß befinden. Emmit will Ray mit versöhnlicher Geste die Briefmarke – sprich: die Wurzel allen Übels – übergeben. Was folgt, ist ein absurd tragisches Hin und Her, das schließlich in Scherben, Tränen und einer Blutfontäne endet. Gefördert durch die Parallelmontage, die das baldige Ableben von Nikki erwarten lässt, kulminieren die Emotionen, als Emmit erkennt, dass eine blöde Zankerei zwischen ihm und seinem Bruder zum jähen Abgang seines Gegenübers geführt hat. Jetzt ist er ohnmächtig, kann nicht mehr handeln. Emmit bricht nicht nur auf dem Boden zusammen, sondern begibt sich direkt – und dieses Mal endgültig – in Vargas Hände.

Fargo © FX

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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