Girlboss – Season 1, Episode 1 – Recap

Girlboss - Season 1, Episode 1 - Recap

Mit Girlboss hat Netflix die gleichnamige Biografie von Sophia Amoruso verfilmt. Britt Robertson spielt die Hauptrolle – und das ganz fantastisch. Es geht um den Aufstiegn (und in Zukunft vielleicht auch Abstieg?) von Nasty Gal. Vier Episoden voller sympathischer Figuren und Geschichten habe ich bereits gesehen. Ich freue mich auf den Rest der Staffel und habe auf moviepilot auch einen Pilot-Check geschrieben: Girlboss – Pilot-Check zur frechen Dramedy mit Britt Robertson

[…] Am liebsten würde ihr Sophia sofort widersprechen und sie eines Besseren belehren. Denn in Wahrheit schlummert tief in ihr eine enorme Schaffenskraft, die sie dazu befähigt, ganze Berge zu versetzen. Das Problem ist nur: Bisher hat Sophia keine Ahnung, wie sie diesen Energiequell richtig katalysieren kann, ohne sich dabei jeden Menschen auf diese Erde mehr oder weniger unabsichtlich zum Feind zu machen. Selbst ihren Job setzt sie leichtsinnig aufs Spiel, nur, um sich selbst zu beweisen, dass die recht hat. Sophia durchdringt eine unglaubliche Rastlosigkeit und auf keinen Fall will sie sich eine Niederlage eingestehen, obwohl sie sie am laufenden Band erlebt. Dabei hat sie so große Träume. Auf Nachfrage, um welche großen Träume es sich dabei genau handelt, fehlen ihr jedoch jegliche Worte. Girlboss macht es sich fortan zu Aufgabe, Sophia dabei zu observieren, wie sie für sich selbst herausfindet, was sie wirklich in diesem Leben will.

Serienschöpferin Kay Cannon, die aus der Pitch Perfect-Ecke stammt, bewegt sich im Rahmen der von How to Be Single-Regisseur Christian Ditter inszenierten Pilot-Episode in den sicheren Gefilden einer aufgeweckten Coming-of-Age-Geschichte, die extrem kurzweilig erzählt ist, bisher jedoch vor dem großen Knall stets halt macht. Unter den richtigen Umständen könnte hier die perfekte Mischung aus The Social Network und Girls entstehen, vorerst genießt die Serie aber schlicht die Freude ihrer puren Existenz und präsentiert sich dabei genauso impulsiv wie ihre eigene Hauptfigur. Nach überaus amüsanten und auch ein bisschen berührenden 30 Minuten befinden wir uns am Beginn einer Geschichte, die – zumindest ausgehend von den tatsächlichen Begebenheiten – noch sehr viel über den Zeitgeist der letzten 15 Jahre zu erzählen hat. Es wäre absolut großartig, wenn sich Girlboss im Rahmen der 1. Staffel weiter in diese Richtung entwickelt. Mit Britt Robertson dürfen wir uns zumindest auf eine hingebungsvolle Hauptdarstellerin auf dieser Odyssee freuen.

Girlboss © Netflix

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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