Godless – Season 1 – Kritik

Godless - Season 1 - Kritik

Das Jahr neigt sich dem Ende, da wartet Netflix noch einmal mit einer richtigen Serien-Überraschung auf. Die Western-Serie Godless trägt zweifelsohne die DNA ihres Genres und erstrahlt dennoch in einem modernen Gewand. Langsam beginnt die Serie, sich zu entfalten, ehe es kein Entkommen mehr aus ihrem Sog gibt. Fabelhafte gespielt und toll inszeniert: Diese sieben Episoden solltet ihr auf keinen Fall verpassen. Auf moviepilot habe schrieb ich in meinem Serien-Check Folgendes:

[…] Godless vermittelt stets ein Gefühl von Verlust, Tragik und Einsamkeit, findet im rohen, rauen Frontier-Leben allerdings nicht nur den Schmerz, sondern ebenfalls die Schönheit. Das passiert etwa in Form erhabener Aufnahmen, die sich der eindrucksvollen Landschaft verschrieben haben. Andernorts kommt diese Schönheit durch die Ruhe und Gemächlichkeit der Erzählung zum Vorschein, etwa wenn sich der geflüchtete Roy auf Alice‘ Ranch behutsam den aufgebrachten Pferden annähert und diesen mit unerwarteter Sicherheit einen friedlichen Augenblick beschert, der von allen Lasten Abstand nimmt und die Tiere durchatmen lässt. Godless fördert viele dieser unscheinbaren Momente zutage, die ihre Kraft in der Stille finden und die Geschichte um eine nachdenkliche Ebene erweitern. Wenngleich das düstere Opening des Serienauftakts eine deutlich schnellere und actionlastigere Serie verspricht, offenbart sich Godless als verdientes wie effektives Slow-Burn-Drama. […]

Godless © Netflix

Matthias mag Filme und Serien. Ansonsten wäre er gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen und schaut laut Werner Herzog zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.