Gypsy – Season 1, Episode 1 – Recap

Gypsy - Season 1, Episode 1 - Recap

Peak TV bedeutet auch, dass wir uns seit wenigen Tagen über die Gypsy auf Netflix freuen dürfen. Die Serie besticht vor allem mit ihrem exzellenten Cast, der von Naomi Watts angeführt wird, und hat inhaltlich ein paar spannende Anstöße zu bieten. Nachdem ich mittlerweile ein paar mehr Episoden gesehen habe, muss ich allerdings gestehen, dass es bisher nur bei Anstößen geblieben ist. Auf moviepilot: Gypsy – Naomi Watts verliert sich in neuer Netflix-Serie

[…] Um diesen schmalen Grat der Identitätswanderung zu illustrieren, greift Regisseurin Sam Taylor-Johnson erneut auf die bewusste Inszenierung von Jeans Spiegelbild zurück und lässt die Protagonistin sprichwörtlich aus der einen Bildhälfte herauslaufen, ehe sie die Szene von der anderen Seite wieder betritt – nun jedoch als völlig neue Person. Gypsy geizt nicht an doppeldeutigen Anspielungen und lässt darüber hinaus noch vor dem Ende der ersten 60 Minuten Jeans säuberlich voneinander getrennte Welten in einer ironischen Fügung des Schicksals kollidieren. Wie sich nämlich herausstellt, ist Sydney die Ex-Freundin von Sam (Karl Glusman), einem ihrer Patienten. Dramaturgisch gelingt Lisa Rubin an dieser Stelle ein mindestens interessanter Kniff, denn so haben wir zum Schluss ganz beiläufig mehr Informationen über die einzelnen Figuren und ihre Beziehungen zueinander erfahren, als uns im Augenblick des Geschehens bewusst war.

Rückwirkend verändert sich dadurch natürlich alles, was einzelnen Momenten sowie Jeans Handlungen eine völlig neue Bedeutung verleiht. Ähnlich, wie es zuletzt die 3. Staffel von Fargo getan hat, spielt Gypsy sehr bewusst mit verschiedenen Formen von Wahrnehmung und wie diese Wahrnehmung unter verschiedenen Voraussetzungen korrigiert bzw. angepasst wird. So stellt sich heraus, dass die erfahrene Therapeutin, die als professionelle Fachkraft in ihrem Gebiet vorgestellt wird, später selbst zu Medikamenten greift und sich wagemutig von ihren unterbewussten Instinkten treiben lässt. Ehe sich Jean versieht, hat sie sich selbst eine zweite Identität geschaffen, die bewusst Regeln bricht und die Menschen um sich herum manipuliert. Doch wohin führt diese Geschichte noch in den nächsten neun Episoden? Und welchen größeren Rahmen findet die Serie? Vorerst müssen wir uns mit ein paar wenigen Bezugspunkten zufriedengeben.

Gypsy © Netflix

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
Matthias


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