Gewinnt High-Rise mit Tom Hiddleston als Buch & Blu-ray

Gewinnt High-Rise mit Tom Hiddleston als Buch & Blu-ray

Mit High-Rise erscheint diese Woche einer der besten Filme des Jahres in der Heimkino-Version. Aus diesem freudigen Anlass verlost Das Film Feuilleton dank freundlicher Unterstützung von DCM Film Distribution ein Exemplar der frisch gepressten Blu-ray und ein Exemplar der zugrundeliegenden Literaturvorlage aus der Feder von J.G. Ballard.

Um eines der beiden Schmuckstücke zu gewinnen, hinterlasst unter diesem Artikel einfach einen Kommentar, in dem ihr über die Dystopie schreibt, die euch am meisten erschreckt, verstört, fasziniert, inspiriert oder was auch immer hat. Ob es sich dabei um eine düstere Zukunftsvision aus einem Film, einem Buch oder einem Hörspiel handelt, ist vollkommen egal. Hauptsache, ihr lasst kurz eine Begründung zu eurer Antwort da.

Vergesst natürlich nicht, eine aktuelle E-Mail-Adresse anzugeben, ansonsten können die Gewinner im Anschluss nicht benachrichtigt werden. Die Verlosung läuft bis zum Sonntag, den 20. November 2016. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für alle, die bis heute noch nie etwas von High-Rise gehört haben, gibt es hier einen Überblick über die Prämisse des Films/des Buchs:

1975. Zwei Meilen westlich von London bezieht Dr. Robert Laing (Tom Hiddleston) auf der Suche nach Anonymität sein neues Appartement, nur um bald feststellen zu müssen, dass seine Mitbewohner gar nicht daran denken, ihn in Ruhe zu lassen. So ergibt er sich schließlich in sein Schicksal, freundet sich mit den neuen Nachbarn an und wird dadurch zunehmend in das komplexe soziale Gefüge hineingezogen. Während er so seine Probleme damit hat, seinen Platz inmitten dieser Gesellschaft zu finden, bekommen Laings gute Manieren und sein Verstand ebenso deutliche Risse wie das Gebäude selbst. Die Lichter gehen aus, die Aufzüge bleiben stehen, aber die Party hört nicht auf. Die Menschen sind das Problem. Der Alkohol die Währung. Sex ist das Allheilmittel. Erst sehr viel später, als er auf dem Balkon sitzt und den Hund des Architekten verspeist, fühlt Laing sich endlich zu Hause.

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High-Rise will niemandem Gefallen. Auf den ersten Blick ist der Film so sperrig, so ungehobelt – er widerspricht geradezu all den stylischen Postern und Trailern, die vorab im Rahmen der Marketingkampagne zu sehen waren. Auf den zweiten Blick offenbart sich jedoch ein gleichermaßen vernichtendes wie poetisches Werk. Ben Wheatley gehört zu der Sorte von Regisseuren, die es versteht, ihre eigenwilligen Visionen mit klaren Worten und Bildern auf die große Leinwand zu übertragen. Vielleicht wirkt High-Rise deswegen so unrund und holprig. Eine solch raue, schonungslose Sprache sind wir heutzutage im Kino kaum noch gewohnt. Es braucht nicht nur den Willen zur Auseinandersetzung, sondern den Mut. High-Rise ist ein Wagnis, völlig egal, aus welcher Perspektive der Film betrachtet wird. Niemand sollte dieses Werk verpassen, alleine aufgrund der fabelhaften Verwendung von SOS, über die ich bereit an anderer Stelle folgende Worte geschrieben habe:

Es gibt nur wenige Momente, die so zerstörerisch sind wie dieser. Dabei dokumentiert Ben Wheatleys Adaption von J.G. Ballards High-Rise ab der ersten Einstellung den (menschlichen) Zerfall im titelgebenden Wolkenkratzer. Wo soll es da noch hinuntergehen, wenn alle vermeintlichen Grenzen durchbrochen wurden, die die Welt zusammenhalten? Die Antwort findet gleichermaßen unerwartet wie erschütternd ihren Weg in den Film: Ein letzter Hilferuf, ein letztes SOS – in Form von Portishead unvergleichlichem ABBA-Cover, das zuvor noch prächtig mit voller Besetzung durch die einzelnen Apartments des gigantischen Höllenschlunds schmetterte. Doch schon damals wollte niemand zuhören, wollte niemand akzeptieren, dass die Party vorüber war, bevor sie überhaupt angefangen hat. Danach gibt es nichts mehr.

Das Kleingedruckte: Teilnehmen darf jede natürliche, die ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland und zum Zeitpunkt der Teilnahme das 18. Lebensjahr vollendet hat. Durch die Teilnahme an dem Gewinnspiel erklärt der Teilnehmer sich ausdrücklich damit einverstanden, dass dasfilmfeuilleton.de diese Daten für die Dauer des Gewinnspiels speichert: E-Mail-Adresse, IP-Adresse, Zeitpunkt der Teilnahme, Name und Anschrift. Die Daten werden selbstverständlich nicht an Dritte weitergegeben. Im Falle eines Gewinns wird bei einigen Gewinnspielen der Versand der Päckchen von Dritten vorgenommen; diese erhalten dann ausschließlich die Postanschrift der Gewinner_innen zum Zwecke des Versands zugeschickt. Es steht dem Teilnehmer jederzeit frei, diese Einwilligung per Widerruf aufzuheben und damit von der Teilnahme am Gewinnspiel zurückzutreten. Es gilt nur eine Teilnahme pro Person.

High-Rise © DCM Film Distribution

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
Matthias


  • Für mich ist es ganz klar 1984. Sowohl als Buch als auch als Film. Beide haben mich nachhaltig für das Genre der Dystopie begeistert!

    Die Tribute-Reihe finde ich tatsächlich auch sehenswert 🙂

  • T. Luca

    San Junipero war eine klasse Black Mirror Folge. So würde ich mir mein Altersheim später auch wünschen! Wenn man sich mit alten Weggefährten und Freunden ortsunabhängig in VR verabreden und sich sogar das Jahrzehnt aussuchen kann.

  • Falko

    Bitte lacht mich nicht aus ^^ Ich sage aus gegebenen Anlass –> Idiocracy. Ich kann mir gut vorstellen dass der neue US Präsident die Felder mit Gatorade bewässern wird 😀

  • Eddy

    Die Welt aus Mad Max Fury Road ist für mich eine Dystopie, die zum einen erschreckend und zum anderen unglaublich realistisch wirkt. Eine Welt oder zumindest Kontinente mit zur Neige gehenden Wasservorräten. Durch den Klimwandel wird das für uns zur Wirklichkeit. Und damit sind Kriege und machtergreifende Menschen nicht fern. Besonders erschreckend für mich auch, weil es zeitlich so nahe liegt, wenn man Entwicklungen wie den Aralsee betrachtet.

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