Musik & Film #11: The End

Musik & Film #11: The End - Apocalypse Now

Das Geräusch der gleichmäßigen Bewegung von Rotorblättern setzt ein. Langsam steigert sich die Lautstärke und die erste Einstellung von Francis Ford Coppolas erschreckendem Anti-Kriegs-Epos Apocalypse Now offenbart eine nahezu wunderschöne Landschaftsidylle. Schließlich durchbricht der zum unbändigen Geräusch dazugehörende Helikopter das satte Grün der paradiesischen Flora und wirbelt erstickenden Staub auf, der sich wie dichter Nebel vor dem erhabenen Gemälde ausbreitet. Dann setzten die erste Takte des psychedelischen The End von The Doors ein und sobald Jim Morrisons Stimme die titelgebenden Worte des Songs mit vollkommener Hingabe in sein Mikrofon haucht, schießen aus dem Dschungel Feuerbälle in die Höhe, als wäre der Weltuntergang im vollen Gange – und er ist im vollen Gange. Ein intensives Inferno unglaublichen Ausmaßes, eine Zerstörung der Natur und die hässliche Seite des Krieges. Ein Prolog, der nur ungewiss erahnen lässt, welche alles verändernde Odyssee auf uns wartet: Die Reise ins Herz der Finsternis, direkt in den Schlund des Wahnsinns. Es gibt kein Zurück mehr. Das ist das Ende. Jetzt. Und es ist unvermeidlich.

This is the end

Beautiful friend

This is the end

My only friend, the end

Of our elaborate plans, the end

Of everything that stands, the end

No safety or surprise, the end

I’ll never look into your eyes again

Apocalpyse Now © Arthaus

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
Matthias


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