Musik & Film #12: Ol‘ Man River

Musik & Film #12: Ol' Man River - Fantastic Mr. Fox

Wes Andersons gleichnamige Adaption von Roald Dahls Der fantastische Mr. Fox ist hin jeder Hinsicht ein Wunderwerk der Detailverliebtheit. Egal ob eigensinnige Stop-Motion-Animationen im Vordergrund stehen, der Charme der Vorlage in jeder Pore des Films zu erkennen ist oder das namhafte sowie äußerst gut aufgelegte Ensemble (angefangen bei George Clooney und Meryl Streep über Bill Murray und Jason Schwartzman bis hin zu Willem Dafoe, Adrien Brody und Owen Wilson) in ausgefeilten Wortgefechten zur Höchstform aufläuft: Jede Einstellung bietet ihre Reize, Geheimnisse und Entdeckungen. Gleiches gilt für den musikalischen Unterbau, der sowohl auf der diegetischen als auch nicht-diegetischen Ebene mit Bravour zum Einsatz kommt. Verspielt, dramatisch, referenziell und stets von sprühender Lebensfreude und Energie geprägt, sind die Kompositionen präzise im Gesamtwerk platziert und verschmelzen mit jeglichem Szenario. Für die Verwendung von Musik in seinen Filmen hat Wes Anderson sowieso seit Anbeginn seiner Filmographie ein ausgefeiltes sowie besonderes Verständnis bewiesen und dementsprechend bietet Der fantastische Mr. Fox eine stattliche Anzahl entsprechender Highlights. Wenn gegen Ende des Films schließlich eine von den Beach Boys performte Interpretation des Evergreens Ol‘ Man River aus dem Musical-Klassiker Show Boat eingespielt wird, arrangiert sich genau eines dieser Highlights und leitet elegant den Epilog der Geschichte ein:

Während ich gerade die Playliste des kompletten Scores durchschaue, fällt mir auf, dass die Nennung eines Titels im Grunde zu wenig ist – nicht zuletzt hat Meisterkomponist Alexandre Desplat ein wunderbares Gewand aus Melodien für Der fantastische Mr. Fox gezaubert, die nicht vergessen werden sollten. Folglich möchte ich an dieser Stelle den kompletten Soundtrack zu Wort kommen lassen:

Der Fantastische Mr. Fox © 20th Century Fox

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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