Musik & Film #18: Jisas Yu Holem Hand Blong Mi

The Thin Red Line von Terrence Malick

Anlässlich des baldigen Kinostarts von To The Wonder veranstaltet momentan das Arsenal in Berlin eine ausführliche Terrence Malick-Retrospektive. Im Rahmen dieses wunderbaren Events konnte ich bereits zwei seiner Werke zum ersten Mal in voller Bilderwucht erleben – eines davon war The Thin Red Line, der hierzulande als Der schmale Grat geläufiger ist und mich am vergangenen Freitag für 170 Minuten in ein psychedelisches Abenteuer entführte. Obwohl ich das Werk vor langer Zeit schon einmal gesehen hatte, war das Erleben im Kino ein weitaus intensiveres, was beinahe einer Erstsichtung gleich kam. Völlig losgelöst von jeglicher Konvention des klassischen Erzählens entlässt Terrence Malick in assoziative Kompositionen aus bewegten Bildern, diversen Musikstücken sowie den unentbehrlich wertvollen Stimmen aus dem Off. In Anbetracht der erhabenen Inszenierung und den aufreibenden Gedankengängen, die The Thin Red Line maßgeblich definieren, spielt der Soundtrack jedoch keine untergeordnete Rolle, sondern beherrscht das gezeigte Geschehen mit universeller Kraft: Hans Zimmers Score (Mitarbeit: John Powell) ermöglicht etwaig erst das vollkommene Eintauchen in Terrence Malicks Vision von James Jones‚ zugrundeliegendem Roman Insel der Verdammten. Außerdem bleibt das Verwendung sowie Miteinbindung melanesischer Choräle ein ganz besonderer Baustein dieses musikalischen Geflechts.

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Von Matthias Hopf

Bild- und Videorechte: Der schmale Grat © Universal Pictures
Matthias

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Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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