Musik & Film #23: What A Wonderful World

Twelve Monkeys (Terry Gilliam, 1995)

Verloren in Raum und Zeit, dem Ende so nah und nicht einmal am Horizont ein Hoffnungsschimmer, der die bereits erlebte sowie bevorstehende Apokalypse vergessen lässt: Es gibt kein Entkommen aus dieser Welt, die sich unaufhaltsam auf den Abgrund zubewegt und dennoch lässt Terry Gilliam seine Figuren in Twelve Monkeys für einen Augenblick – selbst wenn er nur wenige Sekunden anhält – vollkommen das Jetzt vergessen. Auf einer Autofahrt ins Ungewisse ertönt Louis Armstrongs unverwechselbare Stimme und What a Wonderful World unterbricht die Tristesse der Gegenwart/Vergangenheit/Zukunft. Womöglich einer der zerbrechlichsten Momente eines Film, der im Grunde ausschließlich aus derartigen Sequenzen besteht – das packende Finale am Flughafen, das möglicherweise zu den brillantesten Minuten der Filmgeschichte gehört, miteingeschlossen. Wenn es außerdem um die musikalische Gestaltung von Twelve Monkeys geht, darf der Score aus der Feder von Paul Buckmaster sowie die Verwendung beziehungsweise Variation des argentinischen Tangos Suite Punta del Este von Ástor Piazzolla als prägende Main Theme nicht unerwähnt bleiben.

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Von Matthias Hopf

Bild- und Videoquelle: Twelve Monkeys © Concorde
Matthias

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Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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