Musik & Film #28: Maurice Ravels Boléro

Love Exposure (Sion Sono, 2008)

Natürlich verwendet Regisseur Sion Sono in Love Exposure zahlreiche Werke musikalischen Schaffens, die an dieser Stelle erwähnt werden könnten – angefangen bei Beethovens großartiger 7. Sinfonie in A-Dur als essentieller Bestandteil des Meisterwerks bis hin zur sekundierenden Integration des Choral-ähnlichen Repetitivs Stay with us aus Taizè. Nichtsdestotrotz gehört das anfangs dominante Zusammenspiel der bewegten Bilder mit Maurice Ravels Boléro zu den beeindruckendsten Kombinationen, die es in diesem Metier zu entdecken gibt. Dem Ostinato-Rhythmus im 3/4 -Takt entsprechend entfesselt Sion Sono mit zunehmender Lauflänge einen – gerade in Anbetracht der vier Stunden Laufzeit – extrem kurzweiligen Strudel aus Impressionen, der zu Beginn spielend Leicht von Querflöte sowie Klarinette begleitet wird und später mit dem Einsatz des gesamten Ensembles kulminiert.

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Von Matthias Hopf

Love Exposure © Rapid Eye Movies
Matthias

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Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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