Musik & Film #31: William Tell Overture

Lone Ranger (Gore Verbinski, 2013)

Egal wie holprig der Weg zum Finale von Gore Verbinskis ambitionierten Lone Ranger ist: Sobald der überschwängliche Schlussakt im wahrsten Sinne des Wortes ins Rollen gekommt, zieht der Regisseur sämtliche ihm zur Verfügung stehenden Register. Auf zwei unkontrolliert rasenden Zügen liefern sich Armie Hammer, Johnny Depp, William Fichtner und Co. einen furiosen Showdown sondergleichen. Diese entscheidenden Minuten sind nicht nur bemerkenswert inszeniert, sondern hätten sogar als Stummfilm funktioniert, was nicht zuletzt auf den hervorragenden musikalischen Unterbau zurückzuführen ist. Während visuelle Parallelen zu Buster Keatons The General gezogen werden können, arrangiert Hans Zimmer ein großartiges Konstrukt, bestehend aus Gioachino Rossinis rasanter William Tell Overture, einigen Ennio Morricone-Referenzen sowie routinierten Variationen der zuvor etablierten Leitmotiven. Erstgenannte Komposition spielt dabei natürlich eine übergeordnete Rolle – dennoch garantiert erst das Zusammenspiel der verschiedenen Elemente mit dem gezeigten Geschehen einen hervorragenden finalen Moment.

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Von Matthias Hopf

The Lone Ranger © Walt Disney Pictures
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Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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