Musik & Film #32: Orinoco Flow (Sail Away)

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Erst kürzlich schrieb ich im Rahmen von Der elektronische Puls der Filmmusik über David Finchers The Girl with the Dragon Tattoo. Egal wie umstritten oder durchwachsen diese Neuinterpretation des schwedischen Originals (Verblendung von Niels Arden Oplev) sein mag: Das Remake bleibt zweifelsohne das besser Werk – nicht zuletzt aufgrund der herausragenden formalen Gestaltung. Dazu gehört neben der unheimlichen Präzision in puncto Inszenierung ebenso der musikalische Unterbau, der sich aus überragenden Arrangements von Trent Reznor und Atticus Ross definiert. Einen der großartigsten Momente des Films untermalt dennoch der Song einer anderen Interpretin: Enyas New-Age-Hymne Orinoco Flow (Sail Away) fungiert in einer Schlüsselsequenz des Films treffsicher als kontrapunktierter Höhepunkt.

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Außerdem darf an dieser Stelle die grandiose Credit-Scene zu Beginn von The Girl with the Dragon Tattoo nicht unerwähnt bleiben. Mit einer eigensinnigen Version von Led Zeppelins Immigrant Song entführen Trent Reznor und Atticus Ross, die bereits für David Finchers The Social Network einen unvergleichbaren Score komponierten, in die weiße Hölle des verwunschen Märchenhlands. Ein hypnotischer Strudel aus Bildern, die regelrecht einem der besten James Bond-Openings entnommen sein könnten.

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Von Matthias Hopf

The Girl with the Dragon Tattoo © Sony Pictures
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Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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