Musik & Film #35: Another Way To Die

Musik & Film #35: Another Way To Die - Quantum of Solace

Früher oder später war die Erwähnung eines Bond-Songs in diesem Format unvermeidbar. Den Anfang macht jedoch keines der klassischen Werke dieser Gattung wie beispielsweise Tom JonesThunderball oder Shirley Basseys Goldfinger. Stattdessen habe ich mich für ein Titellied der Craig-Ära entschieden: Another Way To Die von Alicia Keys und Jack White, das seinerzeit nach dem spannungsgeladenen Opening von Marc Forsters Quantum of Solace – hierzulande als Ein Quantum Trost bekannt – den frisch wiederbelebten James Bond in seine zweite tödliche Mission entließ. Nachdem Martin Campbell 2006 mit Casino Royale eine starke Neuinterpretation des Agenten im Geheimdienst ihrer Majestät abgeliefert hat, führte Marc Forster dieses Konzept auf radikale wie konsequente – aber ebenso durchwachsene – Weise fort und dementsprechend wartete auch der dazugehörige Bond-Song mit einem kleinen Novum auf: Another Way To Die nimmt den Platz des ersten Duetts in der gesamten James Bond-Historie ein. Und das mit Bravour! Genauso impulsiv und unberechenbar wie die unkontrollierte Inszenierung untermalt das großartige Arrangement die Credits von Quantum of Solace perfekt.

Quantum of Solace © MGM/20th Century Fox

Matthias

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Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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  • Ich kann verstehen worauf du hinauswillst, aber ich finde das ist eher eines der schwächeren Beispiele. Sowohl das Intro wie auch der ganze Film. Was ich mich letztens gefragt habe, vielleicht hast du das auch mal, weil du in dieser tollen (!) Rubrik ja auch schon die grandiose opening Sequence von „The Girl with the Dragon Tattoo“ besprochen hast: Glaubst du die Besetzung mit Daniel Craig hat irgendwie beeinflusst, dass es so ein Intro gab? Ich meine, Craig ist nunmal Bond und für jeden Nicht-Bond-Film ist so ein Intro ja durchaus ungewöhnlich.

    • Natürlich ist Quantum eine absolute Bestie von Film. Trotzdem gehört diese unheimliche wie eigensinnige Anspannung, die während dem Intro dank Another Way To Die entsteht, neben dem rasantem Opening sowie dem brillanten Opern-Akt zu meinen absoluten Lieblingsmomenten im Film. Irgendwie sind Forsters (Mach-)Werke aber allgemein in ihren einzelnen Passagen besser als in ihrer Gesamtheit.
      Bezüglich The Girl with the Dragon Tattoo: Der Vergleich zu einem Bond-Intro ist vermutlich gerade wegen Craig unvermeidbar. Ob er jedoch die Entstehung dieses alleine beeinflusst bzw. initiiert hat, glaube ich weniger – nicht zuletzt fokussiert sich das Opening mehr auf Maras Salander als auf Craigs Blomkvist. Außerdem durften Trent Reznor und Atticus Ross Led Zeppelins Immigrant Song covern und ein solches Ereignis muss auch mit einer entsprechenden Title-Sequence gewürdigt werden. Also egal, ob Bond-inspired oder nicht: Tim Miller hat da ein paar starke und hypnotisierende Minuten erschaffen.

      Und danke für das Lob! Freue mich über jeden festen Leser dieser Rubrik!

  • Noch ein fester Leser mehr – klasse Rubrik! Meine bisherigen Favoriten: The Times they are a-changing und Where is my mind. Wie wärs als nächstes mit Lord of War?

    • Das freut mich natürlich ebenfalls und danke für die Inspiration! Spontan musste ich eben bei Lord of War an das Opening mit For What It’s Worth denken. Vielleicht schaue ich mir den Film aber auch vorher nochmal an, bevor ich irgendeinen starken Moment vergesse. Ist auf der Ideenliste notiert – für nächste Woche habe ich vorhin jedoch schon etwas ganz Besonderes wiederentdeckt.

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