Musik & Film #53: Vide Cor Meum

Musik & Film #53: Vide Cor Meum - Hannibal

Selbst wenn sich die unheimliche Anspannung des Geschehens sowie die morbide Atmosphäre des Kammerspiels in den letzten Atemzügen der ersten Staffel von Hannibal im repetierenden Muster verlaufen, hat mich dieser allerletzte Augenblick, dieser unglaubliche Schlusspunkt einfach überwältigt. Kein liebloser Cliffhanger, keine überhastete Schlussfolgerung und auch kein enttäuschender Ausgang der angestauten Erwartungen. Stattdessen ein Augenblick der vollkommenen Ruhe. Worte sind in diesem letzten Gegenschnitt der Figuren kaum noch von Belang. Lediglich ihre Blicke entfesseln den soeben erlebten Wahnsinn und auf einmal vereinnahmt Patrick Cassidys Arie Vide Cor Meum das Finale, den zuvor eröffnenden Kreis mit sakralem wie zerreißendem Charakter schließend. (Zum Finale)

Von Matthias Hopf

Hannibal © NBC
Matthias

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Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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