Pitch – Season 1, Episode 1 – Recap

Pitch - Season 1, Episode 1 - Recap

Nachdem mir schon ABCs Designated Survivor überrascht hat, liefert FOX gleich den nächsten Piloten der Herbst-Saison, der beeindruckt, ja, richtig mitreißt! Pitch versprüht so viel Energie, es ist unmöglich, sich dem Charme dieses Baseball-Dramas zu entziehen, und ich hoffe, dass das auch in den nächsten Wochen so bleibt. Was mir sonst noch so gefallen hat, steht hier: Pitch – Pilot-Check zur energiegeladenen Baseball-Serie

[…] Der vielschichtige Umgang mit Sexismus spiegelt generell eine der großen Stärken von Pitch wieder. Selbst wenn sich die Serie auf dem Papier wie das nächste Sportdrama anhört, das ausschließlich den herkömmlichen Erzählmustern der Gattung folgt, gelingt es der 45-minütigen Pilot-Episode all diese Herkömmlichkeiten für den Moment des Geschehens zu vergessen, weil Ginnys Weg ins Licht der Scheinwerfer schlicht und ergreifend zu mitreißend dafür ist. Pitch stellt an vielen Stellen die richtigen Weichen, um das Maximum an Effektivität aus den simplen sowie überschaubaren Grundbausteinen der Serie herauszuholen. Jede Szene läuft auf ein bestimmtes Ereignis hinaus, in dessen Mittelpunkt sich meistens Ginny befindet. So interessant diverse Intrigen und Machtspiele hinter den Kulissen der San Diego Padres sind: Rückblickend offenbart sich die Entscheidung, den Fokus hauptsächlich auf Ginny zu richten, als Wohltat.

Dem passt sich der Tonfall an. Von den analytischen Bildern, wie sie etwa in Bennett MillersMoneyball zu sehen waren, finden sich nur wenige in Pitch wieder. Zwar existieren sie, die kühlen, düsteren Ecken im Untergrund des Stadiums. Überwiegend widmet sich Pitch allerdings dem berührenden Drama und balanciert dabei gekonnt zwischen den großen und kleinen Momenten. Die erfrischendste Komponente dabei ist womöglich die ständige Gratwanderung zwischen erfüllten und unerfüllten Erwartungen. Lässt sich der Ablauf der Handlung für 99 Prozent der Laufzeit vorhersagen, begeistert die konkrete Gestaltung einzelner Szenen mit einem unglaublichen Gespür für den Augenblick. Nicht nur glänzt Pitch mit einem ausgereiften Look, sondern löst ebenso die eingangs erwähnte Ambition ein: Hier wird Geschichte geschrieben. Und Pitch ist sich dieses Umstand zu jeder Sekunde bewusst. […]

Pitch © FOX

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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