Quarry – Season 1, Episode 1 – Recap

Quarry - Season 1, Episode 1 - Recap

Wenn auf Cinemax eine neue Serie startet, sollte man auf alle Fälle einen Blick riskieren. In Vergangenheit hat die HBO-Tochter nicht nur verrückte Sachen wie Banshee gemacht, sondern vor allem Steven Soderbergh die perfekte Plattform geboten, damit er sich in Form von The Knick ungestört im Serienmetier austoben kann. Wenngleich Quarry von diesem Niveau noch meilenweit entfernt ist, hat mir der Pilot durchaus gefallen. Gleichzeitig fehlt der Serie noch das gewisse Etwas, um eine Zukunft über acht Episoden hinaus zu rechtfertigen. Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie es weitergeht, und hoffe, dass der Anfang noch nicht das Ende war. Auf moviepilot: Quarry – Pilot-Check zur Dramaserie mit Logan Marshall-Green

[…] Wie es der Titel bereits erahnen lässt, orientiert sich Quarry an den Geschehnissen der gleichnamigen Romane aus der Feder von Road to Perdition-Autor Max Allan Collins. Der erste Band der mittlerweile 13-teiligen Reihe stammt aus dem Jahr 1976 und ist somit genau in jener Dekade erschienen, in der er sich abspielt. Nun drehen Graham Gordy und Michael D. Fuller im Rahmen ihrer Serienadaption die Zeit zurück und entführen uns nach Memphis des Jahres 1972. Hier landet U.S. Marine Mac Conway (Logan Marshall-Green), nach seinem zweiten Einsatz im Vietnamkrieg, sogar einen Tag vor dem ursprünglichen Ende seines Dienstes. Wo anfangs noch Freude und Erleichterung überwiegt, erobert schnell ein ungemütliches Gefühl das Geschehen: Schon am Flughafen wirkt Mac wie jemand, der völlig neben sich steht und vorwiegend die Menschen um sich herum anstarrt, als würde er diese Welt zum ersten Mal betreten.

Regisseur Greg Yaitanes, der alle acht Episoden von Quarry inszenierte, lässt sich dabei bewusst Zeit, die Isolation des Protagonisten zu verdeutlichen. Vorsichtig nähert sich die Kamera Macs gelähmten Gesicht an – als hätte sich Rectifys Daniel Holden in die falsche Serie verirrt. Der Vergleich kommt nicht von irgendwo: Tatsächlich waren Graham Gordy und Michael D. Fuller bei den frühen Episoden erwähnter SundanceTV-Serie in federführender Position tätig. In Quarry haben sie viele Motive ihrer früheren Arbeit übernommen, wenngleich die Pilot-Episode noch weit vom Niveau entfernt ist, das Rectify in seinen bisherigen drei Staffeln konstant ausbauen konnte. Die ruhige, besonnene Herangehensweise zahlt sich trotzdem aus, denn nur so erhalten die pulpigen Passagen, die später vermehrt Einzug finden, das nötige Gewicht, sodass sich das düstere Versprechen des Bloodline-esken Prologs nicht in Luft auflöst. […]

Quarry © Cinemax

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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