Road to Spectre – Eine James Bond Retrospektive

Road to Spectre - Eine James Bond Retrospektive

Hätte mich jemand 2005/2006 gefragt, ob ich ein James Bond-Fan sei, hätte ich sicherlich eine euphorisch postive Antwort gegeben. Der Kinostart von Casino Royale stand vor der Tür, im Fernsehen liefen sämtliche Teile der Reihe im Dauerprogramm und Dank eines Geburtsgeschenks in Form der entsprechenden Scene it?-Edition konnte ich jede noch so banale Trivia-Frage auswendig. Rund eine Dekade später steht erneut ein Kinostart vor der Tür, der den Spion im Geheimdienst ihrer Majestät auf die große Leinwand entlässt. Mit jedem Schnipsel zu Spectre wächst meine Vorfreude – gerade der letzte Trailer sah fantastisch aus.

Würde mich nun allerdings jemand fragen, ob ich denn immer noch Fan des Franchises sei, müsste ich zögern, da in der letzten Dekade zu viel passiert ist, als dass ich eine unreflektierte Antwort geben wollte. Nicht zuletzt habe ich viele Bond-Filme eben 2005/2006 zum ersten und zum letzten Mal gesehen. Und nur ungefähr die Hälfte hat es – aus welchen Gründen auch immer – ein zweites oder drittes Mal in den DVD-Player geschafft. In diesem Sinne habe ich mir Bond Nr. 24 für eine kleine große Retrospektive zum Anlass genommen. Und hier, an dieser Stelle, will ich pro Film einen Screenshot und auch mindestens einen schriftlichen Gedanken festhalten, der mir beim Wiedersehen besonders aufgefallen oder durch den Kopf gegangen ist.

Dr. No (Terence Young, 1962)

Vieles war vertraut im ersten Bond, obwohl dieser zu der Sorte gehört, die ich bisher nur einmal gesehen habe. Ein bestimmtes Detail hat sich trotzdem wie kaum ein zweites in mein Gedächtnis eingebrannt: Das herausgerissene Haar, das Sean Connery in einer Szene vor eine weiße Schranktür klebt, um später feststellen zu können, ob jemand seine Sachen durchwühlt hat. Eigentlich eine total unscheinbare Geste und bis heute spiele ich in meinem Kopf zehntausendfünfhundertmillionen Szenarien durch, in denen das Haar einfach so herunterfällt. Gleichzeitig steckt da aber auch ein gewisser Agenten-Charme dahinter – sprich: Das Alltägliche irgendwie clever einsetzen.

Nichtsdestotrotz hat mich das Debüt ziemlich ratlos zurückgelassen. Vor allem bin ich kürzlich wieder über eine dieser unzähligen Listen gestolpert, die das beste Bond-Girl küren, und ich verstehe absolut nicht, warum Honey Ryder (Ursula Andreas) jedes Mal auf einem der vorderen Plätze auftaucht. Weiter als „Wow, das ist das Original“ und „Boah, die Szene, wo sie aus dem Wasser kommt“ scheint die Argumentation nie zu gehen. Hm. Ich finde Honey Ryder eine ziemlich umspannende Figur – aber das trifft im übertragenen Sinne mittlerweile auch auf die gesamte Jagd nach Dr. No zu.

From Russia With Love (Terence Young, 1963)

Der zweite Bond fordert gleich ein Geständnis meinerseits: Vermutlich habe ich From Russia With Love soeben zum ersten Mal komplett gesehen. Sicherlich, viele Szenen kannte ich, allerdings wusste ich bis dato nicht, wie der Film wirklich ausgeht. Ausschlaggebend dafür ist die Tatsache, dass meine damalige Aufnahme pünktlich zur Sendezeit programmiert war, aufgrund einer Verzögerung im Programm dadurch aber die letzte halbe Stunde irgendwo im Nirgendwo verloren ging. Jetzt ist Sean Connerys zweite Mission endlich komplett und ich bin ein bisschen enttäuscht.

Unglaublich, wie schleppend From Russia With Love in Fahrt kommt, und noch unglaublicher, wie holprig er weitergeht. Oder bin ich da einfach zu verwöhnt von der Schnittfrequenz (Dynamik?) aktueller Agentenfilme? Wie dem auch sei: Ich konnte zumindest zum ersten Mal nachvollziehen, was manche Menschen meinen, wenn sie sagen, dass die alten Bond-Filme lächerlich sind. Obwohl ich mir zwei Stunden Zeit genommen habe, konnte ich mich einfach nicht auf diesen Ausflug nach Istanbul und Co. einlassen. Komisch, dabei hatte ich zumindest das Opening als aufregendes Unterfangen im Kopf. ¯\_(ツ)_/¯

Goldfinger (Guy Hamilton, 1964)

Nachdem die ersten zwei (Wieder-)Begegnungen mit dem Agenten im Geheimdienst ihrer Majestät eher ernüchternd ausgefallen sind, schafft Goldfinger das, was er schon immer geschafft hat: Er funktioniert. Seinerzeit der erste James Bond-Film, den ich gesehen habe, gibt es so viele Dinge in Goldfinger, die ich komplett verinnerlicht habe. Angefangen bei der Enten-Tarnung im Opening über jede schweigsame Bewegung von Oddjob bis hin zum Klang der Pistolenschüsse in Fort Knox. Alles in diesem Film fühlt sich so unheimlich vertraut an und zum ersten Mal bin ich im Rahmen dieser Retrospektive wirklich ins Geschehen eingetaucht. Ehrlich gesagt habe ich wieder richtig mitgefiebert, selbst wenn ein gelegentliches Kopfschütteln unvermeidbar ist.

Meine liebste Sequenz war jedoch eine, die mir bis dato nie so bewusst war, nämlich die Fahrt durch die Schweizer Alpen. Elegante Kamerafahrten vereinen sich mit John Barrys tollem Score und Guy Hamiltons Inszenierung ist zweifelsohne mehr als erhaben und ein ordentlicher Fortschritt gegenüber Terence Young, wie ich finde. Was ich außerdem ganz witzig finde: Obwohl Goldfinger allgemein als die Blaupause des gesamten Franchise gewertet wird, habe ich die dritte Mission nie als klassisches Grundgerüst der Reihe wahrgenommen. Nein, tatsächlich war Goldfinger für mich ein Film, der sich stets jenseits der obligatorischen Bond-Tropen aufgehalten hat. Vielleicht konnte er selbige aber nur sehr gut verstecken. Ach ja, und Shirley Basseys Theme-Song erschafft sooo eine großtige Stimmung.

Bond: „Do you expect me to talk?“
Goldfinger: „No, Mister Bond, I expect you to die!“

Thunderball (Terence Young, 1965)

Oha – das Bildformat hat sich geändert! Ein Jetpack!! Und es gibt großartige Unterwasser-Action! Yay? Ich bin mir nicht so sicher. Zumindest muss ich an dieser Stelle endlich los werden, was sich nun schon seit vier Filmen anstaut: Dieser unglaublich abschreckende Sexismus und diese ekelerregend chauvinistische James-Bond-Inkarnation auf der großen Leinwand. Vom charmanten Ur-Bond habe ich bisher wenig bis nichts erlebt. Vielmehr war es bis dato ein befremdlichen Wiedersehen mit einer kompletten verklärten Ikone. Am erträglichsten präsentierte er sich in Goldfinger, am unerträglichsten nun in Thunderball. Natürlich war mir klar, als ich diese Retrospektive angefangen habe, dass in den frühen Bond-Filmen nicht nur Unmengen an Kolonialfantasien mitschwingen, sondern auch ein Frauenbild, das irgendwo tief in den 1950er Jahren verankert ist. Allerdings fällt es mir mittlerweile echt schwer, diese Quasi-Vergewaltigungen zu ertragen.

So befindet sich James Bond beispielsweise im ersten Akt von Thunderball in einer Erholungseinrichtung und macht sich da an die junge Frau heran, die sich um sein Wohlbefinden kümmern soll. Erst, als der Charmeur ihrer Majestät auf auf einer Dehnbank mit allen Vieren gefesselt ist, gesteht das Bond-Girl mit dem sprechenden Namen Patricia Fearing (Molly Peters), dass es sich zum ersten Mal vor ihrem Patienten sicher fühlt. Doch dann kommt es zum ärgerlichen Zwischenfall und das Machtverhältnis kippt: James Bond befindet sich fortan in einer Position, in der er eine Nachsichtigkeit von Patricia für seine Bedürfnisse ausnutzen kann. Oder anders formuliert: Er droht ihr Versehen beim Vorgesetzten zu melden, wenn sie ihm keine gewisse Gefälligkeit erweist, die sie ihm letztendlich erweist… srsly? Diese Szene lässt sich doch mit keiner Nostalgie der Welt zurechtbiegen. Wie viel da innerhalb von fünf Minuten falsch läuft, lässt sich in einem Absatz eigentlich überhaupt nicht zusammenfassen.

Apropos Bond-Girls: Über die Aktualität dieses zweifelsohne veralteten Terms hat David Jenkins vor ein paar Tagen ein paar lesenswerte Zeilen auf Little White Lies verfasst.

You Only Live Twice (Lewis Gilbert, 1967)

Nancy Sinatra donnert den Titelsong und John Barry legt mit einem fantastischen Score nach: Musikalisch gesehen befindet sich You Only Live Twice auf absolutem Top-Level-Niveau – und auch darüber hinaus hat mir der Film sehr gut gefallen. Zum ersten Mal entdeckt James Bond seine spielerische Seite so richtig und lebt diese gleich vollkommener Hingabe aus. Angefangen bei Little Nellie über die Autoentsorgung mittels Helikopter und Mega-Magnet bis hin zu den Ninjas: Hier versammelt sich alles, was mich vor zehn Jahren an diesem Franchise begeistert hat und auch heute noch mitnimmt. Und dann gibt es da noch dieses Vulkankrater inklusive Raketenabschussrampe – zweifelsohne eines der inspirierendsten Filmsets ever! Und ja, ich habe nicht nur einmal versucht, es aus Lego nachzubauen.

Nachdem ich dieses Jahr die Ausstellung Bigger Than Life in der Deutschen Kinemathek besucht habe, weiß ich außerdem endlich, wem diese großartigen Bauten zu verdanken sind: Ken Adams. Ein Name, der in meinem Bond-Spektrum bisher keinen Platz hatte. Nun muss ich allerdings gestehen, dass er einer der wichtigsten Schlüssel des Franchise überhaupt ist. Wo zahlreiche Elemente der Bond-Filme, die ich bisher in dieser Retrospektive gesehen habe, längst überholt sind, bleibt das Production Design und die Fantasie, mit der es umgesetzt ist, unschlagbar. Abseits davon: Wie ich eben gelesen habe, kam You Only Live Twice seinerzeit überhaupt nicht gut an und Roger Ebert schrieb sogar „fails to work its magic“. Hm. *Kopfschüttelnd die weiße Katze auf meinem Schoß streicheln*

On Her Majesty’s Secret Service (Peter R. Hunt, 1969)

Bereits das Opening ist so bedrohlich wie eine einzige Sequenz aller Bond-Filme zuvor. Am Strand im Morgengrauen, das Rauschen von Wellen und die Melancholie der Nacht: Dann fallen Schüsse, an diesem gleichermaßen merkwürdigen wie faszinierenden Nicht-Ort. On Her Majesty’s Secret Service entfesselt ab der ersten Sekunde eine treibende Dynamik, die sich auch später über die epochale Main Theme bis hin zur atemberaubenden Ski-Verfolgungsjagd im Schnee erstreckt. Und dazwischen: Die erste Mission, die mich so richtig gepackt, ja, sogar mitgerissen hat. Goldfinger und You Only Live Twice, meine bisher liebsten Filme in dieser Retrospektive, waren zwar schon sehr stark. Doch was Peter R. Hunt hier aufs Zelluloid gebannt hat, ist sagenhaft – von Michael Reeds extraordinärer Kameraarbeit ganz zu schweigen. Ich meine nur:

Ach ja: Warum hat man den großartigen George Lazenby danach wieder mit Sean Connery ersetzt?

Nachtrag: Okay, ich habe recherchiert gegoogelt und Wikipedia sagt Folgendes:

„George Lazenby originally was offered a contract for seven Bond films, but declined and left after just one, On Her Majesty’s Secret Service, on the advice of his agent. Producers contemplated replacing him with John Gavin (though Batman star Adam West was also considered), as well as Michael Gambon, who rejected the offer telling Broccoli that he was „in terrible shape.“ United Artists‘ chief David Picker was unhappy with this decision and made it clear that Connery was to be enticed back to the role and that money was no object.“

Diamonds Are Forever (Guy Hamilton, 1971)

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, aber Diamonds Are Forever war so ein richtiger Dämpfer, nach dem großartigen Vorgänger. Sean Connery ist wieder zurück und mit ihm jede Menge nervige Albernheiten inklusive Sexismus bis zum abwinken. Abgesehen von der netten Sarg-Sequenz liefert Guy Hamilton ein Quatsch-Potpourri sondergleichen ab. Dass hier der Regisseur vom sagenhaft ausgeglichenen Goldfinger am Werk ist, will man gar nicht glauben. Auch die penetrante Selbstironie und der unerträgliche Humor haben das Vergnügen gewaltig geschmälert. Not my cup of tea, I guess. Schlimm wird es erst, wenn ich daran denke, wie gut eine richtige Fortsetzung der Ereignisse auf On Her Majesty’s Service hätte werden können. :/

Jetzt lieber schnell zu Roger Moore wechseln, bevor Sean Connery noch mehr Unfug anrichten kann.

Live and Let Die (Guy Hamilton, 1973)

Früher gehörte Live and Let Die eher zu den Bonds, die ich weniger mochte – und überhaupt nur ein einziges Mal geschaut habe. Sozusagen eine Alibi-Sichtung für den Überblick, aber in meinem Kopf eher unter der Kategorie langweiliges Übel er Notwendigkeit abgelegt. Dementsprechend überrascht war ich, als ich Roger Moores Debüt vor ein paar Tagen wieder gesehen habe und fast nur begeistert war. Schon alleine die ganze Blaxploitation-Aura, die den Film umgibt, hat mich fasziniert wie kaum eine zweite Bond-Umgebung bisher. Und dann vielleicht die größte Entdeckung: Dieser unglaublich aufregende Bond-Song! Hach, Paul McCartney und die Wings! ♥ Eigentlich erschreckend, wie man sich manchmal einbildet, Sachen zu kennen, und gar nicht überlegt, eine solche vage Meinung zu überdenken. Im Fall von Live and Let Die (Film und Song) bin ich mehr als froh, es getan zu haben.

The Man with the Golden Gun (Guy Hamilton, 1974)

The Soy Who Loved Me (Lewis Gilbert, 1977)

Moonraker (Lewis Gilbert, 1979)

For Your Eyes Only (John Glen, 1981)

Octopussy (John Glen, 1983)

A View to a Kill (John Glen, 1985)

The Living Daylights (John Glen, 1987)

Licence to Kill (John Glen, 1989)

GoldenEye (Martin Campbell, 1995)

Tomorrow Never Dies (Roger Spottiswoode, 1997)

Was ich an dieser Stelle einmal anmerken muss: Viele der Bond-Filme sehe ich jetzt zum ersten Mal auf English. Im Fall von Tomorrow Never Dies eröffnen sich da vollkommen neue Welten, die in der deutschen Synchro zwar nicht zwangsläufig verloren gehen, aber schlicht und ergreifen deswegen kaum auffallen, weil sowieso die ganze Zeit in Deutsch gesprochen wird. Mein neues Lieblingszitat wären dann wohl von Dr. Kaufmann (Vincent Schiavelli), der sich sichtlich Mühe gibt, mit James Bond in dessen Muttersprache zu kommunizieren und obendrein einen Vergleich bringt, der in seinem random-esken Kontext nicht mehr zu übertreffen ist:

„Believe me, Mr. Bond, I could shoot you from Stuttgart und still create ze proper effect.“

#FROMFUCKINGSTUTTGART!!!1111

The World Is Not Enough (Michael Apted, 1999)

Der ultimative James Bond-Film: Seit ich The World Is Not Enough zum ersten Mal gesehen habe, war ich sofort verliebt in diesen Film. Alleine das gigantische Opening! ♥

Die Another Day (Lee Tamahori, 2002)

Eigentlich unglaublich, wie düster das Opening von Die Another Day ausgefallen ist. Also wirklich. So richtig düster. Vielleicht fällt es daher umso mehr auf, dass der Film spätestens ab der zweiten Hälfte dezent aus den Fugen gerät. Den obigen Screenshot habe ich stellvertrentend als Symbol für dieses unterhaltsame Desaster gewählt. Unter Umständen würde ich sogar einen Lanze für den allseits gescholtenen Madonna-Song brechen. Viel wichtiger ist allerdings folgendes Zitat, vielleicht eines meiner liebsten der gesamten Reihe:

Graves: „Look. Parachutes for both of us.“

[throws one out the window]

Graves: „Whoops. Not anymore.“

Casino Royale (Martin Campbell, 2006)

Damals 2006 im Kino erlebt: Casino Royale ist in jeder Hinsicht mit aufregenden Erinnerungen verbunden, obwohl ich den Film seinerzeit sicherlich nie zu meinen Lieblingsbonds gezählt hatte. Nachdem ich ihn dieses Jahr jedoch schon zum zweiten Mal gesehen habe, bin ich mir ziemlich sicher: Das ist mein absoluter Lieblingsbond. Ein paar Gedanken zu Daniel Craigs furiosem Debüt hatte ich bereits vor ein paar Monaten an dieser Stelle notiert. Zwei Screenshots möchte ich trotzdem noch einbinden:

In dieser großartigen Fahrstuhlszene kommen so viele Dinge zusammen, die ich an Casino Royale so sehr liebe. Auf den ersten Blick natürlich Eva Green und Daniel Craig (duh!), auf den zweiten Blick ihre Mimik, ihre Gestik sowie die Worte, die sich wechseln. Die Dynamik zwischen all diesen verschiedenen Bestandteilen ist schlicht perfekt ausbalanciert und gleichzeitig von unbeschreiblicher Intensität, sodass man keine einzige Sekunde dieses Films verpassen will. ♥

Quantum of Solace (Marc Forster, 2008)

Skyfall (Sam Mendes, 2013)

Ich glaube, es gibt nur sehr wenige Filme, die öfter durchgescreenshotted habe als Skyfall. Roger Deakins ist ein Gott und seine Silhouetten sind everything! Stundenlang könnte ich durch die einzelnen Frames forsten, obwohl ich unterdessen eigentlich jedes Standbild im Schlaf zeichnen könnte. Hach! ♥

Spectre (Sam Mendes, 2015)

Finally! 5. November 2015: Spectre.

Und dabei hätte ich fast nicht bemerkt, dass @alexmatzkeit und @matzkeitskathi direkt vor mir saßen. Thanks, Twitter. Auch mal wieder schön, einen Bond-Film mit anderen Menschen zu schauen, selbst wenn danach alles andere als einer Meinung waren. Hier im Blog habe ich dann geschrieben:

Unter einer geheimnisvollen Kuppel verbirgt sich bloß ein Stein aus dem All, der sogar James Bond verunsichert, ob er sich denn nun beeindruckt zeigen soll oder nicht. Ein trockener One-liner seitens Daniel Craig, der von Lea Seydoux mit ergänzender Mimik und Gestik bestätigt wird, tatsächlich aber als Spiegelbild am Ende einer Entwicklung von 24 Filmen steht und die entscheidende Frage stellt: Ist das wirklich beeindruckend oder einfach nur lächerlich, völlig irrelevant und lediglich Plattform, um auf abstrakter Ebene das – sprichwörtlich – familiäre Grundgerüst zu zu sprengen. Denn zum Schluss befindet sich Bond wieder am Anfang, ist ausgebrochen und trotzdem für immer im Kreislauf gefangen.

In diesem Sinne bin ich gespannt, wie es im Bond-Universum weitergeht. Wer immer noch nicht genug von mir und dem Agenten im Geheimdienst ihrer Majestät hat, kann auf moviepilot den kläglichen Versuch betrachten, alle 24 Bond-Filme in wertende Reihenfolge zu bringen.

James Bond © MGM/Sony

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
Matthias


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