The Art of Title Design: Quantum of Solace

The Art of Title Design: Quantum of Solace

Quantum of Solace ist in jeder Hinsicht ein außergewöhnlich Beitrag in einer langen Historie aus Bond-Filmen, die größtenteils damit beschäftigt waren, sich gegenseitig in Wiederholungen etablierter Bestandteile zu übertreffen. Regelrecht radikal mutete dagegen das Reboot Casino Royale vor knapp einer Dekade an – von der bereits erwähnten Fortsetzung ganz zu schweigen. Quantum of Solace stellt vieles im Bond-Universum auf den Kopf, was im Umkehrschluss keineswegs bedeutet, dass Marc Forsters Werk nichts mehr mit dem klassischen Bond gemein hat. Ganz im Gegenteil: Vereinzelte Elemente erfahren gerade in im 22. Abenteuer eine Ausprägung, wie sie bis dato noch nie zu sehen war, nämlich die Illustration der Schauplätze.

Typisch Bond verschlägt es Daniel Craigs zerbrechliche Berserker-Inkarnation der Kultfigur wie seine Vorgänger an die unterschiedlichsten Orte. Quantum of Solace zollt diesen teils atemberaubenden Schauplätzen mit individuellen Zwischentiteln auf ganz besondere Art und Weise Tribut. Entgegen dem aktuellen Trend, Ort und Zeit mechanisch von einem Computer in eine der unteren Ecken des Bildes tippen zu lassen, bahnen sich die Beschreibungen der Lokalitäten in prächtigen Lettern ihren Weg auf die große Leinwand, als würde es sich jedes Mal um eine wichtige Title Card in einem Stummfilm handeln.

Quantum of Solace © Sony Pictures

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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