The Get Down – Season 1 – Recap

The Get Down - Season 1 - Recap

Nachdem die erste Hälfte der ersten Staffel von The Get Down auf Netflix ihre Premiere gefeiert hatte, war ich absolut begeistert von der ungefilterten Wucht, die diese Serie  inne hat. Mittlerweile sind auch die restlichen Episoden des Formats auf Netflix erschienen und bekräftigen meinen ersten Eindruck: Baz Luhrmanns erster Ausflug ins Serien-Metier ist ein wilder Musical-Drama-Ritt, der sich irgendwo zwischen The Wire und High School Musical wiederfindet – sprich: The Get Down ist fantastisch und ihr solltet es unbedingt anschauen! Auf moviepilot habe ich gestern dazu noch mehr geschwärmt: The Get Down – Warum Baz Luhrmanns Netflix-Serie so großartig ist

[…] The Get Down verschmilzt mit seiner Materie und trägt eindeutig die Handschrift von Baz Luhrmann, der gemeinsam mit Stephen Adly-Guirgis als Schöpfer fungierte und darüber hinaus einzelne Episoden inszenierte. Gekonnt hat sich Netflix hier einer Marke bemächtigt, die sich durch Werke wie Strictly Ballroom, William Shakespeares Romeo + Julia und Moulin Rouge geformt hat. Doch wo Netflix ansonsten stets überaus präzise die Serien für die ausgewählte Zielgruppe maßschneidert, schlummert in The Get Down eine Bestie, die unmöglich kontrolliert werden kann – aber genau dieses eifrige Rastlosigkeit, die keiner Einheit entspricht, macht den größten Reiz der Serie aus. Baz Luhrmann hat hier eine komplexe Welt geschaffen, die sich narrativ zwar an sehr einfachen Motiven orientiert, in ihrer Ausführung allerdings völlig berauschend ist. Eine musikalische Ebene legt sich über die nächste: Es gibt so unfassbar viel zu entdecken.

Am ehesten lässt sich The Get Down dabei mit Baz Luhrmanns jüngstem Kinowerk vergleichen: Der große Gatsby. Wie in der Verfilmung von F. Scott Fitzgerald lagern sich im New York der 1970er Jahre so viele verschiedene (musikalische) Schichten übereinander, dass es ein wahrer Genuss ist, sich von den unzähligen Eindrücken wegblasen zu lassen. Wo eben noch vertraute Bestandteile populärer Songs gesampelt wurden, erschafft The Get Down im nächsten Moment sein eigenes Verständnis vom Puls der Musik und versprüht dabei so viel Begeisterung, dass es schwerfällt, sich diesem vibrierenden Period Piece zu entziehen. The Get Down ermöglicht es uns, das Gezeigte wirklich zu erleben, aufzusaugen und in die Geschichte einzutauchen. Wer sich darauf einlässt, wird mitgerissen. Wer nicht, verliert sich schnell in einem unübersichtlichen Wust an Farben und Klängen, die elliptisch ineinander übergehen. […]

The Get Down © Netflix

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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