The Handmaid’s Tale – Season 1, Episode 1 – Recap

The Handmaid's Tale - Season 1, Episode 1 - Recap

Ich weiß, euer Serienplan quillt in Anbetracht all der großartigen Serien da draußen gerade vermutlich eh schon über. Aber bitte, bitte vergesst nicht, dass es seit ein paar Tagen auch eine Verfilmung von The Handmaid’s Tale gibt, die nicht nur unfassbar wichtig, sondern mindestens auch genauso herausragend ist! Auf moviepilot habe ich versucht, ein paar erste Gedanken aufzuschreiben: The Handmaid’s Tale – Pilot-Check zur Dystopie mit Elisabeth Moss

[…] Je weiter die Pilot-Episode von The Handmaid’s Tale voranschreitet, desto besser verstehen wir den Zustand, in dem sich Offred befindet. Als es schließlich zu einer Zeremonie kommt, bei der Offred zwischen Commander Fred Waterford und seiner Frau Serena (Yvonne Strahovski) auf dem Bett liegt und buchstäblich auf ein teilnahmsloses Stück Fleisch beim Geschlechtsverkehr reduziert wird, der nichts mit Lust, Liebe und Leidenschaft zu tun hat, sondern lediglich einen bitteren, verzweifelten Akt des Machterhalts darstellt, schafft Reed Morano einen von vielen unangenehmen Momenten in The Handmaid’s Tale, die so schnell nicht mehr zu vergessen sind. Dementsprechend verwundert es ein bisschen, dass sich Cast und Crew kürzlich bei der Premiere auf dem Tribeca Film Festival so zögerlich im Umgang mit den kritischen Themen der Serie zeigten, ehe Ko-Star Ann Dowd ihren Hoffnungen für die Auswirkungen der Serie Ausdruck verlieh.

Und ja, es ist nur zu hoffen, dass The Handmaid’s Tale den größtmöglichen Eindruck beim sich in den nächsten Wochen und Monaten formenden Publikum hinterlässt. Bereits mit der 1. Episode haben Reed Morano und Bruce Miller ein Werk geschaffen, das thematisch nicht nur relevant, sondern hervorragend ausgeführt ist. The Handmaid’s Tale versteht den Kern der Vorlage und begeistert darüber hinaus mit so vielen weiteren Aspekten, die sich vom Schauspiel des exzellenten Ensembles über die atemberaubenden Aufnahmen bis hin zur detailorientierten Inszenierung erstrecken. Zum Schluss der 1. Episode legt The Handmaid’s Tale sogar noch einen Gang zu und steigert die Spannung und Aufregung ins Unermessliche, wenn sich Offred zu ihrem wahren Namen bekennt und den zuvor lediglich angedeuteten Widerstand und Ausbruch mit klaren Worten ankündigt. „You don’t own me“, singt Lesley Gore und führt diesen Serienauftakt zur Vollendung.

The Handmaid’s Tale © Hulu

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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