The Walking Dead – Season 5, Episode 1 – Recap

The Walking Dead - Season 5, Episode 1 - Recap

Zurück in der Zombie-Apokalypse offenbart sich Rick (Andrew Lincoln) und Co. das pure Grauen. Anstelle der Erlösung in Terminus erwartete die Gruppe im Finale der vierten Staffel eine böse Überraschung in Form von bewaffenten Männern und Frauen, die sie in einen Wagon sperrten. Die fünfte Staffel von The Walking Dead schließt unmittelbar an dieses verheerende Ereignis an und konzentriert sich in erster Linie darauf, die Figuren, die seit der Vertreibung aus dem Gefängnis getrennte Wege gegangen sind, wieder zusammenzuführen. Also abseits der bemerkenswerten Action-Einlagen ist No Sanctuary eher ein überschaubarer Staffelauftakt, der trotzdem gar nicht so doof ist, wie er scheint, denn zwischen den Zeilen verbergen sich ein paar spannende Gedanken, die wirklich erst in ihrer Gesamtheit zum schlüssigen Exkurs avancieren. Auf moviepilot: Wir schauen The Walking Dead – Staffel 5, Episode 1

Insofern beginnt die fünfte Staffel von The Walking Dead mit einem Brechen der Erwartungen und gesteht ihren Kannibalen tatsächlich mehr als das Abziehbild einer Psycho-Bande ein. Ärgerlicherweise scheint diese Bande nur aus zwei Gesichtern zu bestehen (Gareth und Mary). Trotzdem erweitert das Gedankenspiel die sonst eher schwarz-weiße Perspektive der Serie um wenigstens eine graue Fläche, die den Diskurs am moralischen Abgrund ermöglicht. Rick hat sich immerhin dazu entschlossen, jeden, der sich ihm in den Weg stellt, niederzubrennen, um seine eigene Familie zu schützen. Ein Motiv, das sicherlich schon seit Langem ein Teil von The Walking Dead ist, allerdings nie sehr konsequent durchgesetzt wurde. Dennoch ist die glückliche Wiedervereinigung – abseits von der immer noch verschollenen Beth (Emily Kinney) – am Ende von No Sanctuary ein kochendes Fass an Emotionen inklusive unendlichem Konfliktpotential. Lediglich die übermäßigen Freudentränen sorgen vorerst für Ablenkung, denn es ist das oberste Credo der Episode, ihre Figuren nach acht Kapiteln (also seit der Vertreibung aus dem Gefängnis) zusammenzuführen und somit einen Status quo zu etablieren, den Glenn auch gerne beibehalten möchte: „Rick, we got out. It’s over“. Doch dieser entgegnet: „It’s not over until they’re all dead.“ 

The Walking Dead © AMC

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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