The Walking Dead – Season 7, Episode 1 – Recap

The Walking Dead - Season 7, Episode 1 - Recap

The Walking Dead ist zurück – und mit was für einer Episode! Alleine der Titel sorgt für Gänsehaut: The Day Will Come When You Won’t Be. Auch darüber hinaus haben die ersten 45 Minuten der siebten Staffel einiges zu bieten. Selten wurden ein Cliffhanger in den vergangenen Jahren so gepusht wie die Angelegenheit rund um Negans (Jeffrey Deans Morgan) Opfer. Tatsächlich entpuppt sich die Auflösung dieses großen Rätsels jedoch überhaupt nicht als spannendstes Segment der Episode. Bedeutend gewaltiger ist ein Augenblick der absoluten Undurchsichtigkeit, als Rick (Andrew Lincoln) im Nebel einem Zombie auf Augenhöhe begegnet; ein atmosphärisches Meisterstück. The Walking Dead feilt also weiterhin an den überlebensgroßen Motiven. Ich bin unglaublich gespannt, wie die All Out War-Storyline ins dieses aktuelle Konzept passt. Eigentlich ist sie wie geschaffen dafür. Auf moviepilot: The Walking Dead – Staffel 7, Episode 1 im Recap

[…] Greg Nicotero findet atemberaubende wie erschreckende Bilder in dieser Sequenz, die alleine durch ihre Motivik begeistert. Auf Augenhöhe mit dem Tod: Nach diesem starken Exkurs ins neblige Niemandsland packt Scott M. Gimple aus und zeigt Negans Taten. Hingebungsvoll zermatscht er Abrahams (Michael Cudlitz) Schädel. Ein abartiges Gore-Fest, das der Antagonist genüsslich auskostet und auch von der Kamera begierig eingefangen wird, was sich überaus befremdlich anfühlt. So kalkuliert Abrahams Ableben wirken mag, er ist nicht das einzige Opfer dieses grausamen Moments. In einem unerwarteten wie mutigen Zug folgt mit Glenn (Steven Yeun) kurze Zeit später der nächste Tod und sorgt endgültig dafür, dass pure Verzweiflung herrscht. „I can see this is hard on you guys“, sagt Negan ganz fachmännischen und durchbricht dabei geradezu die vierte Wand. Das Schluchzen der Unglücklichen geilt ihn auf, dann hat er, was er will: ihre endgültige Unterwerfung.

„You answer to me. You provide for me. You belong to me.“ Die Ansage ist klar und gibt einen Ausblick, was uns in der ersten Hälfte der 7. Staffel ungefähr erwarten mag. Dennoch fällt The Walking Dead nach Auflösung des Cliffhangers in ein großes Loch, das vorerst nichts als betäubende Leere zu bieten hat. „Bet you thought you were all gonna grow old together, sittin‘ around the table at Sunday dinner and the happily ever after“, schwadroniert Negan weiterhin und für den Bruchteil einer Sekunde wagt sich Scott M. Gimple ins Terrain eines Serienfinales, bevor er wieder zurück ins ungewisse Morgengrauen einer neuen Staffel wechselt, wo Ricks Gruppe sichtlich am Boden zerstört damit beschäftigt ist, das soeben Erlebte zu verarbeiten. Unheilvoll schwebt Negans „I’m just getting startet“über den Geschehnissen. Was ist aus dem Traum der Next World geworden? „Doesn’t work like that, Rick. Not anymore.“ Der absolute Tiefpunkt ist erreicht. Die entscheidende Frage ist nun, was Scott M. Gimple nach diesem vernichtenden Manifest als nächstes auf Lager hat.

The Walking Dead © AMC

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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