The Walking Dead – Season 7, Episode 3 – Recap

The Walking Dead - Season 7, Episode 3 - Recap

Heiter geht es weiter in The Walking Dead: The Cell, die dritte Episode der siebten Staffel, zeigt zumindest in den ersten Minuten ein Bild der Zombie-Apokalypse, wie wir es noch nicht gesehen haben. Danach läuft die Episode auf ein paar wenige Plotpoints hinaus. Stark ist sie trotzdem, denn die Figuren, die sich in ihr bewegen, verbindet ein überaus tragisches Schicksal. Auf moviepilot: The Walking Dead – Staffel 7, Episode 3 im Recap

Wo Gordon bereit ist, endlich einen Schlussstrich zu ziehen, setzt Dwight alles daran, um die unabwendbare Konfrontation mit der sich stetig nähernden Wand auf Biegen und Brechen herauszuzögern. Wenn er also später Roy Orbisons Crying Daryl in seiner Zelle vorspielt, ist es weniger eine letzte abartige Pointe im Zuge der gnadenlosen Folter, sondern Ausdruck seines eigenen Gemütszustands. Daryl verkörpert all das, was Dwight einmal war und hätte sein können. Und viel schlimmer noch: Daryl verkörpert auch all das, was Dwight momentan ist. Als Negan ein weiteres Mal die zentrale Frage der Episode stellt („Who are you?“), kommt der maßgebliche Unterschied zwischen den Brüdern im Geiste zutage: Daryl ist Daryl, währen Dwight bloß Negan ist. Daryl bittet nicht um Vergebung, beugt sich nicht dem Monster, völlig egal, wie oft ihn Angela Kang und Alrick Riley durch die immer gleichen Leidensstadien schicken.

Der Aufbau von The Cell ist bewusst redundant. Spätestens in diesem Augenblick zahlt sich die Wiederholung ganzer Passagen mit nur minimaler Variation – etwa in Form des Ortes – aus. Im Gegensatz zu Gordon kann Dwight Daryl nicht einfach so erschießen. Nein, er muss sich den Geistern stellen, denen er bisher geschickt aus dem Weg gegangen ist, indem er sich selbst angelogen hat. In Wahrheit hat Dwight alles verloren, genau wie es Gordon zuvor beschrieben hat. „We thought we knew how to fight the monsters“, schallen die Worte des ehemaligen Freundes/Kollegen/Leidensgenossen nach, der nun in zombifizierter Form mit anderen Toten in einem Gehege wandelt. Betäubt nähert er sich dem Zaun und wirft Dwight einen letzten Blick zu, bevor er sich in die ewigen Abgründe einer Existenz im Jenseits verabschiedet. „When you said, so long / Left me standing all alone / Alone and crying, crying / Crying, crying.“

Was bisher geschah:

The Walking Dead – Season 7, Episode 1: The Day Will Come When You Won’t Be
The Walking Dead – Season 7, Episode 2: The Well

The Walking Dead © AMC

Matthias

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Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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