The Walking Dead – Season 7, Episode 5 – Recap

The Walking Dead - Season 7, Episode 5 - Recap

Go Getters, die fünfte Episode der siebten Staffel von The Walking Dead ist sicherlich kein dramaturgisches Meisterstück, besitzt jedoch einige richtig starke Momente. Da wären zum Beispiel Maggie (Lauren Cohan) und Sasha (Sonequa Martin-Green), die endlich zeigen können, was für ein großes Potential in ihren Figuren steckt, und dann wäre da noch diese apokalyptische Szene mit brennenden Zombie und einem Traktor! Außerdem freue ich mich über jede Szene mit Steven Ogg, nach Better Call Saul und Westworld, darf der GTA-Rüpel nun auch in The Walking Dead für amüsante Unordnung sorgen. Auf moviepilot: The Walking Dead – Staffel 7, Episode 5 im Recap

[…] Nicht nur verkörpert er das unberechenbare wie das strategische Böse, sondern funktioniert als spannendes Beispiel für die Rolle des einzelnen Mannes in einem Gefüge wie dem der Saviors. Bisher war Dwight (Austin Amelio) unser einziger Anhaltspunkt, was das Individuum hinter den gesichtslosen Schergen angeht. Simon erweitert das Feld, wenngleich er im Gegensatz zu seinem Kollegen definitiv mehr zu den Hardlinern unter den Saviors gehört. Ein treuer, loyaler Schoßhund ist er trotzdem nicht. Simon führt Befehle mit der Gewissheit eines „right-hand man“ aus und nimmt sich im gleichen Atemzug die Selbstverständlichkeit heraus, für sich selbst zu arbeiten beziehungsweise den eigenen Status quo zu füttern. Ein Luxus, den sich in The Walking Dead zweifelsohne nur eine Handvoll Figuren leisten kann. Spannend ist er dennoch, gerade weil sich die Episode so eindringlich mit der Frage nach Loyalität und Anführerschaft beschäftigt.

Abseits davon investierte Drehbuchautorin Channing Powell einige Seiten des Skripts zu Go Getters in einen Subplot, der sich um Carl (Chandler Riggs) und Enid (Katelyn Nacon) dreht. Dabei bekommen wir nicht nur ein Fahrrad (!) zu sehen, sondern auch einen schüchternen Kuss zwischen zwei Jugendlichen, die sich in der Zombie-Apokalypse verloren haben. Genau wie Maggie und Sasha fühlt sich Carl durch Negans sadistische Methoden provoziert, Widerstand zu leisten, und setzt dabei etwas leichtfertig sein Lebens aufs Spiel. Das Problem ist, dass dieser Konflikt (Carl muss der Welt beweisen, was für ein großer Junge er geworden ist) bereits vor ein paar Staffeln durchexerziert wurde, was wirklich enttäuschend ist, da es The Walking Dead aktuell sehr gut gelingt, die Figuren in puncto Charakterentwicklung von A nach B zu bewegen. Carls neue Storyline fühlt sich dagegen nach einem Rückschritt an, der eigentlich nicht notwendig ist. „It feels like everything is wrong.“

Was bisher geschah:

The Walking Dead – Season 7, Episode 1: The Day Will Come When You Won’t Be
The Walking Dead – Season 7, Episode 2: The Well
The Walking Dead – Season 7, Episode 3: The Cell
The Walking Dead – Season 7, Episode 4: Service

The Walking Dead © AMC

Matthias

Matthias

Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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