Wollmilchcast #5 – Jenny & Matthias reden über After Earth von M. Night Shyamalan

After Earth (M. Night Shyamalan, 2013)

Wo früher noch vom nächsten Spielberg die Rede war, traut man sich heute nicht einmal mehr, seinen Namen in die Promotion-Kampagne zu integrieren – geschweige denn ihm einen erkennbaren Credit auf dem Kinoposter zu gewähren. Die Rede ist von M. Night Shyamalan dessen jüngstes Werk bereits im Voraus als katastrophales Versagen auf sämtlichen Ebenen deklariert wurde. Scientology-Propaganda, Smith-Vehikel und künstlerischer Totalausfall: After Earth scheint der schlimmste Film der Welt zu sein – zumindest dem allgemeinen Medienecho zufolge. Entgegensetzt unserer anfänglichen Erwartungen, konnten Jenny von The Gaffer und ich uns jedoch davon überzeugen, dass der apokalyptische Science-Fiction-Film tatsächlich seine Stärken (Wald!) besitzt – selbst wenn das Gesamtwerk alles andere als perfekt ausgefallen ist. Außerdem gibt es im fünften Wollmilchcast ein paar Worte zu Helmut Käutners (offenbar) großartigen Ludwig II. und Lee Daniels‘ Meisterwerk The Paperboy. [Aller verpielter Passagen zum Trozt:] Viel Spaß beim Zuhören!

[Das Einbetten geht immer noch nicht. Warum auch immer. Dafür gibt es hier den direkten Link zur mp3]

Der Wollmilchcast bei Twitter:

@gafferlein

@Beeeblebrox

Der Wollmilchast als Feed und bei iTunes.

Weitere Worte des Zwiespalts:

Im Waldraum hört dich niemand schreien. Wo Flora und Fauna sich gegen den Menschen gewandt haben und die verbliebene Erde zum Survival-Park auf todbringendem Niveau mutiert ist, entstehen im besten Fall atmosphärisch fesselnde Momente und gerade weil M. Night Shyamalan für einen Blockbuster dieser Größenordnung ein außergewöhnliches Maß an ruhiger Inszenierung an den Tag legt, verkommt After Earth nicht zum kreativen Totalausfall auf sämtlichen Ebenen. Nichtsdestotrotz bleibt das Werk ein unrundes Unterfangen, das sich selten einig wird und gelegentlich respektive zu oft ins Nirgendwo abdriftet.

[youtube=https://www.youtube.com/watch?v=lUcNyzu4IdM]

Von Matthias Hopf

Bild- und Videoquelle: After Earth © Sony Pictures
Matthias

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Matthias mag Filme genauso sehr wie Serien und wäre gerne bei der ersten Mondlandung dabei gewesen. Ansonsten ist er regelmäßig Lost In Translation, was neben The Empire Strikes Back auch einer seiner Lieblingsfilme ist. Laut Werner Herzog schaut er zu viel ins Internet. Das ist sein Problem.
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