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Dune, Matrix 4 und Co. gleichzeitig im Kino und auf HBO Max: Was bedeutet die Entwicklung für die Filmwelt?

Warner Bros. hat sich dazu entschieden, sein gesamtes Line-up für 2021 in den USA gleichzeitig im Kino und auf dem Streaming-Dienst HBO Max zu veröffentlichen. Filme wie Dune, The Matrix 4 und Godzilla vs. Kong können von Abonnenten einen Monat lang gestreamt werden, ehe sie exklusiv ins Kino wandern.

Vorbild ist die Veröffentlichungsstrategie von Wonder Woman 1984, der an Weihnachten nach dem gleichen Prinzip in den USA veröffentlicht wird. Warner Bros. ist damit das erste große Studio, das eine konkrete Ansage fürs nächste Jahr trifft. Doch wie wird diese Entscheidung die Filmwelt verändern?

Auf Polygon hat sich Peter Labuza mit den jüngsten Entwicklungen befasst und sieht darin eine überhastete Entscheidung, die vor allem dazu dient, um kurzfristig den Wachstum der HBO Max-Abonnenten zu stärken.

WarnerMedia is now betting on a risky model meant to win in the short term. Rather than assume „the library“ will keep subscribers, the media company’s appeal will be that no one will unsubscribe if they know another blockbuster is due around the corner. A monthly fee of $14.99 might be more than double the price of Disney Plus, but unlike the $30 „Premium Access“ release of Mulan, users simply need to stay connected.

Hanna Woodhead betont derweil auf Little White Lies die Bedeutung der Kinoerfahrung.

The movies can be a deeply personal and solitary experience, but they’re also about community and human connection. I spent so much of my adolescence hanging around cinema foyers, watching trailers on the monitors or staring up at the posters. When I got my first job in a cinema, I thought I was the luckiest girl in the world, because I got to spend all day talking to people about movies.

Bei Variety wurden zudem fünf konkrete Fragen gesammelt, die Hollywood nun beschäftigen. Der Hollywood Reporter hat Reaktionen von Kinobetreiber*innen gesammelt. Die fallen gemischt aus.

Die größte Ironie der Warner-/HBO Max-Ankündigung fasst New York Times-Kritiker A.O. Scott in einem Tweet zusammen.

https://twitter.com/aoscott/status/1334567458041196547